Tauber Rohrbau GmbH & Co. KG
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Kampfmittelsondierung für neue Wasserstoffleitung in Dillingen
In Dillingen entsteht ein wichtiger Teil der neuen Wasserstoffinfrastruktur im Saarland. Eine rund 17 Kilometer lange Wasserstoffleitung soll künftig Wasserstoff von der französischen Grenze bis nach Dillingen transportieren und damit unter anderem die geplante Transformation der Stahlproduktion unterstützen. Bevor die neue Infrastruktur gebaut werden kann, muss die geplante Trasse auf mögliche Kampfmittel untersucht werden. Mit diesen umfangreichen Sondierungsarbeiten ist die Tauber Explosive Management (TEX) betraut.
Historisch belastete Projektfläche
Die Projektfläche befindet sich in einem historisch besonders relevanten Bereich. Westlich der Saar verlief im Zweiten Weltkrieg die ehemalige Hauptkampflinie zwischen deutschen und amerikanischen Truppen. Die historisch-genetische Rekonstruktion (HGR) zeigte, dass die Hauptkampflinie auch durch den Bereich der heutigen Projektfläche verlief. Entsprechend ist dort mit einer erhöhten Kampfmittelbelastung zu rechnen.
Für die Sondierung bedeutet das, dass die Fläche umfassend untersucht werden muss. Gleichzeitig unterscheiden sich die Bedingungen innerhalb des Projektgebiets erheblich: Die Arbeiten reichen von Bereichen im Wasser bis hin zu steilen Hanglagen. Dadurch sind unterschiedliche Vorgehensweisen und Sondiertechniken erforderlich.
Unterschiedliche Sondiertechniken im Einsatz
Um die Fläche möglichst umfassend zu untersuchen, setzt die TEX auf eine Kombination verschiedener geophysikalischer und manueller Verfahren.
Für die großflächige Oberflächensondierung kommt unter anderem ein Sondierquad mit Mehrkanal-Geomagnetik zum Einsatz. Damit können größere Flächen effizient untersucht und mögliche magnetische Anomalien erfasst werden. Ergänzend wird eine Geomagnetik-Drohne eingesetzt. Sie ermöglicht die Untersuchung von Bereichen, in denen eine Befahrung oder Begehung mit herkömmlicher Technik nur eingeschränkt möglich ist.
Auch elektromagnetische Verfahren und Handsonden werden eingesetzt. Die Handsondierung ermöglicht dabei eine gezielte Untersuchung von Bereichen, in denen andere Verfahren nicht oder nur eingeschränkt eingesetzt werden können. Für die Tiefensondierung führt das Team Bohrlochsondierungen durch.
Eine besondere Herausforderung sind die unterschiedlichen Geländebedingungen: Die Projektfläche reicht vom Wasser bis in steile Hangbereiche. Auch im Gewässer wird sondiert, unter anderem mit Sondierungsbohrungen und Handsonden. In den Hanglagen sind teilweise zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen erforderlich, sodass die Mitarbeiter dort mit Klettergeschirr gesichert arbeiten. Wo eine technische Sondierung nicht möglich oder sinnvoll ist, wird die Untersuchung durch Baubegleitung ergänzt. So kann das Team auch während der Erdarbeiten auf mögliche Auffälligkeiten reagieren und die Arbeiten entsprechend begleiten.
Für die Projektleitung ist Sönke Busch verantwortlich. Als leitender Geophysiker begleitet Mark Wienöbst die geophysikalischen Arbeiten, während Marcel Drackert die Vermessung des Projekts verantwortet. Unterstützt werden sie von weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der TEX, die je nach Aufgabenbereich und Baufortschritt vor Ort im Einsatz sind.
Eine solche Kombination aus unterschiedlichen Sondierverfahren, Arbeiten im Wasser und gesicherten Einsätzen am Steilhang ist auch für unser Team nichts Alltägliches Ein großes Dankeschön an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die vor Ort im Einsatz sind!
Über die Ergebnisse der Untersuchungen und mögliche Freilegungen werden wir zu einem späteren Zeitpunkt berichten.